Stellenabbau bei BOSCH

03. März 2025 -

Schockierende Neuigkeiten aus der Automobilbranche: Der traditionsreiche Konzern Bosch, mit Hauptsitz in Gerlingen nahe Stuttgart, hat Pläne bekanntgegeben, die zu einem erheblichen Stellenabbau führen könnten. Bis zum Jahr 2032 setzt das Unternehmen in Aussicht, weltweit mehr als 12.000 Arbeitsplätze abzubauen. Besonders betroffen davon ist der deutsche Standort, wo mehr als 7.000 Stellen auf der Kippe stehen.

Die Hintergründe dieses drastischen Schrittes sind in der gegenwärtigen schwierigen Marktlage zu suchen. Bosch-Chef Stefan Hartung äußerte sich in einem Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ sowie den „Stuttgarter Nachrichten“ und machte deutlich: „Ein weiterer Stellenabbau ist unvermeidlich.“ Die Gründe für diese bedauerliche Entscheidung sind vielseitig. Zum einen sieht sich die Automobilindustrie mit einer anhaltend schwachen globalen Konjunktur konfrontiert, die sich negativ auf die Nachfrage auswirkt. Zum anderen wächst der Druck durch die zunehmende Konkurrenz, insbesondere aus China. Hinzu kommt eine allgemeine Verunsicherung der Verbraucher, die sich ebenfalls auf den Markt auswirkt.

Die Auswirkungen dieser angekündigten Maßnahmen sind weitreichend und werden nicht nur die betroffenen Mitarbeiter beeinflussen, sondern auch das gesamte Unternehmen sowie die regionale Wirtschaft. Bosch steht vor einer herausfordernden Zeit, in der die Weichen für die Zukunft neu gestellt werden müssen, um sich in einem sich ständig verändernden Marktumfeld behaupten zu können.

Der Wandel vom Verbrennungsmotor hin zum Elektroantrieb stellt ein erhebliches Problem dar, wie Hartung erklärte. Dieser Übergang könnte zu einem signifikanten Verlust von Arbeitsplätzen führen. Es gibt jedoch auch positive Aspekte zu beachten: Die Entwicklung der Elektromobilität schreitet langsamer voran als ursprünglich angenommen. Dadurch bleibt die bestehende Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren länger in Betrieb, was zu einer besseren Auslastung der Produktionskapazitäten führt.

Zudem wird ein Teil der Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, bevor ihre Arbeitsplätze durch diese Transformation gefährdet sind. Obwohl dies einen gewissen Puffer bieten könnte, sieht Hartung diese Maßnahme allein nicht als ausreichend an, um die Herausforderungen der Branche zu bewältigen.

Trotz der Schwierigkeiten, die mit dem Übergang zur E-Mobilität verbunden sind, betont der Bosch-Chef, dass es keinen Weg an dieser Entwicklung vorbei gibt. Das Unternehmen stelle sich gezielt auf die neuen Gegebenheiten ein.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die Dimension dieses Wandels: Ende 2024 zählte die Bosch-Gruppe weltweit rund 417.900 Mitarbeiter – ein Rückgang um 11.500 im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland ist die Mitarbeiterzahl um 4.400 auf 129.800 gesunken. Diese Entwicklungen werfen Fragen auf, wie die Automobilindustrie die Transformation bewältigen und gleichzeitig ihre Belegschaft unterstützen kann.

Im vergangenen Geschäftsjahr erlebte die Bosch-Gruppe einen signifikanten Rückgang ihres Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT), der um beeindruckende ein Drittel auf lediglich 3,2 Milliarden Euro fiel. Im Vergleich dazu konnte das Unternehmen im Jahr 2023 einen operativen Gewinn von 4,8 Milliarden Euro erzielen, was zeigt, dass sich die Situation im laufenden Jahr zumindest etwas verbessert hat. Dennoch musste Bosch in diesem Zeitraum auch einen leichten Rückgang des Umsatzes hinnehmen, der um ein Prozent auf insgesamt 90,5 Milliarden Euro sank.

Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen zeigt sich Bosch jedoch entschlossen, in diesem Jahr sowohl den Umsatz als auch den Gewinn wieder zu steigern. Eine detaillierte Prognose über die erwarteten Entwicklungen wird im Mai dieses Jahres veröffentlicht, auf die viele mit Spannung warten. Bosch-Chef Stefan Hartung äußerte sich vorsichtig optimistisch über die Perspektiven des Unternehmens. Er bezeichnete das laufende Jahr als ein Übergangsjahr, in dem er darauf hofft, dass „eine Wende zum Besseren hoffentlich schon sichtbar wird“. Diese Aussagen lassen darauf schließen, dass Bosch bestrebt ist, die Herausforderungen zu meistern und auf einen Erfolgsweg zurückzukehren.