BP streicht zahlreiche Arbeitsplätze

10. März 2025 -

Das Ruhrgebiet ist besonders stark von den angekündigten Stellenstreichungen betroffen: Der Mineralölkonzern BP plant, Hunderte von Arbeitsplätzen in Deutschland abzubauen. Besonders schwer trifft es dabei die Zentrale des Unternehmens in Bochum, während auch der Standort Gelsenkirchen nicht verschont bleiben dürfte.

Insgesamt sollen etwa 300 der insgesamt 4000 Arbeitsplätze, die BP in Deutschland anbietet, wegfallen. Dies hat das britische Unternehmen, zu dem auch die Marken Aral und Castrol gehören, in einer Stellungnahme gegenüber der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) bestätigt. Der Betriebsrat hat zudem betont, dass die Mehrheit der betroffenen Mitarbeiter am Standort Bochum beschäftigt ist, wo sich die Deutschland-Zentrale von BP befindet.

Momentan liegen noch keine genauen Zahlen über die betroffenen Stellen vor, allerdings sind auch andere Standorte in Deutschland in die Pläne eingeschlossen, dazu zählen neben Bochum auch Gelsenkirchen sowie die Großstädte Berlin und Hamburg. Bereits Mitte Februar hatte das Unternehmen die Belegschaft während einer Betriebsversammlung über die anstehenden Veränderungen informiert.

Die BP Europa SE, die im Jahr 2023 in Deutschland einen Umsatz von 36 Milliarden Euro erwirtschaftet hat, sieht sich der Notwendigkeit gegenüber, wirtschaftlicher und wertschöpfender zu arbeiten. Dies bedeutet, dass die Kosten, einschließlich der Personalkosten, gesenkt werden müssen. Details zur Umsetzung des Stellenabbaus und ob dies mit Kündigungen einhergeht, sind derzeit noch unklar.

Zusätzlich hatte der Konzern Anfang Februar angekündigt, die Ruhr Oel GmbH, zu der unter anderem die Raffinerie in Gelsenkirchen mit etwa 2000 Angestellten sowie die DHC Solvent Chemie GmbH in Mülheim an der Ruhr gehören, verkaufen zu wollen. Patrick Wendeler, der Vorstandsvorsitzende der BP Europa SE, erklärte dazu: „In einem sich rasch verändernden Energiemarkt wollen und müssen wir uns konzentrieren. Nach gründlicher Prüfung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Ruhr Oel GmbH unter einem neuen Eigentümer ihr volles Potenzial ausschöpfen kann.“